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Heiligelinde


Heiligelinde – das kleine Dorf wurde schon im XV Jahrhundert als der Ziel der Pilgerfahrt bekannt, liegt nicht weit von Ketrzyn an dem Dejnowa See. Jedes Jahr die nach Masuren kommenden Touristenmengen besuchen die sich hier befindende Maria Kirche. Deswegen wird Heiligelinde „Czestochowa des Nordens” genannt. Die Kirche befindet sich auf der Stelle, wo früher zwei Kapellen standen – die erste vom ca. 1400 und die zweite, die auf Anregung von dem Königssekretär Stefan Sadorski gebaut wurde.

Zu dem Klosterkomplex gehören: Basilika, Kreuzgänge und das Ordenhaus der Jesuiten. Auf den Kirchenhof kommt man durch das Barocktor aus der ersten Hälfte des XVIII Jahrhunderts.

In der Basilika kann man die Barockorgel mit den beweglichen Figuren bewundern, die im Jahre 1721 ausgefertigt wurden. Auf dem Hauptaltar befindet sich das Gemälde der Heiligelinder Muttergottes.


Heiligelinde wurde als ein unter Denkmalschutz stehendes Objekt zu den prächtigsten Beispiele des Barocksbauwerts gerechnet.


LEGENDE ÜBER Heiligelinde

Die Legende wurde mündlich von Generation zu Generation weitergeleitet, und 1626 von dem ersten Historiken der Heiligelinde, Michal Ciaritius, geschrieben. Anfangsgründe der Kirche reichen bis zu dem XIV Jahrhundert, als es in Ketrzyn dem zum Tod Verurteilten die Muttergottes sich offenbarte und hat ihm gebeten um das Schnitzen ihrer Gestaltn mit dem Kind. Ihres Bild vor den Augen behaltend, auf die Vollstreckung wartend, hat der Verurteilte während der Nacht in einem Stück Holz die Figur geschnitzt.


Morgens wurde die Figur gefunden. Sie war so schön, dass die erstaunten Ratsherren zu dem Schluß gelangen sind, dass es das Zeichnen der Gottesbegnadigung ist und den Verurteilten die Freiheit wiedergegeben haben. Die Muttergottes dankend ist der Mann Richtung Reszel gegangen und hat nach einer Linde gesucht, auf der er seine Skulptur lassen konnte, wie ihm die Muttergottes zu machen befehlte. Gerade hier, wo sich heute sie Basilika befindet, hat er die Linde gefunden. Kurz danach wurde der Platz für viele Wunder und Genesung bekannt.

Die Hirten wunderten sich, als sie gesehen haben, dass die Schafe neben der Linde niedergeknieet haben und die Blinden geheilt wurden. Die Pilger begonnen hierher zu kommen.
Der Pfarrer aus Ketrzyn hat die wundervolle Figur ein Dutzend Male in einer feierlichnen Prozession in die Kirche in der Stadt gebracht. Immer ist die Figur verschwunden und wieder auf dem baum gefunden.
Es wurde die Entscheidung getroffen, dass hier eine Kapel gebaut wird. Sie war 8x12 Meter groß.
Die Linde hat durch das Dach herausgeregt. Die ersten geschrieben Dokumente ermöglichen die Feststellung, dass im XV Jahrhundert Heiligelinde ein berühmtes Pilgerort war.
Ca 1519 zu Fuß und barfuß ist der Kreuzrittermeister, der Fürst Albrecht Hohenzollern gekommen.

Im Jahre 1525 wurde die katolische Praxis verboten und die Kirche zerstört. Die Figur wurde in den See geworfen, der Baum abgesägt. Auf dieser Ort und Stelle wurde ein Galgen gebaut.